5 Wege nach Rom – auf den Pfaden zwischen Crimmitschau und Werdau

5 Trails between Crimmitschau and Werdau

Alle Wege führen nach Rom. So beschreibt das alte Sprichwort die Möglichkeit, seine Ziele auf verschiedene Wege oder Weise zu erreichen. Sieht man dabei mal von den persönlichen Zielen ab, so kann man den Spruch auch auf das Erreichen von Orten und Städten beziehen, die entweder unerreichbar scheinen, oder in diesem Fall unmittelbar in der Nachbarschaft liegen. So z.B. auch die beiden Hometowns Crimmitschau und Werdau, die gleich auf 5 verschiedene Wege miteinander verknüpft sind.

Beide Orte weisen schon seit jeher eine besondere Verbindung auf. So waren sie bis Mitte der 1990er Jahre die beiden Zentren des ehemaligen Landkreises Werdau und die einzigen Städte ihres großräumigen Gebietes. Geografisch gesehen befinden sich beide 20.000 er Orte (+/-) im Tal der Pleiße westlich des Ballungsraumes und heutigen Landkreises Zwickau.

Durch ihre räumliche Nähe und ähnliche Standortfaktoren entwickelten sich beide Mittelzentren nahezu im Gleichschritt. Dies wird anhand der Einwohnerzahlen gut deutlich, die sich auch heute noch auf einem ähnlichen Niveau befinden. Neben der vormals herrschenden Textilindustrie, existierten ebenso Großbetriebe in der Metallverarbeitung, im Maschinen- sowie Fahrzeugbau. Exportierte Güter symbolisierten die Visitenkarte der Region in weiten Teilen Deutschlands und Europa. Diese Wurzeln verdanken der heutigen Industrie mit dem Schwerpunkt auf Automobilzulieferung eine große Tradition und Identifikation.

Aber auch abseits großer Fabriken findet man weitere Parallelen, die ein ähnliches Leben in beiden Städten widerspiegeln. So finden kulturelle Höhepunkte im Stadttheater Crimmitschau sowie in der Stadthalle Werdau statt, welche weit über die Stadtgrenzen hinaus einen hohen Stellenwert besitzen. Auf sportlicher Seite sind bspw. der Eishockeysport und die Sportschule dafür verantwortlich, dass die beiden Städte auch in diesem Bereich wahrgenommen werden.

Aufgrund des ehemaligen Kreissitzes in Werdau, dem verwaltungstechnisch auch die Stadt Crimmitschau zugeordnet wurde, befindet sich noch heute eine Großzahl an Ämtern des neuen Landkreises Zwickau in Werdau. 

Im Folgenden werden DIE 5 verschiedenen Wege vorgestellt, auf welche man Crimmitschau und Werdau besuchen kann.

#1: Mit dem Zug durchs Pleißetal

Die verkehrstechnische Anbindung beider Orte ist inmitten der Zwickauer Region, welche als Motor sächsischer Wirtschaft gilt, seit jeher ausgezeichnet. Als traditionelle Stärke ist hier der Schienenverkehr zu nennen, der bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts Crimmitschau und Werdau mit der Umgebung verbindet. Heutzutage als Sachsen-Franken-Magistrale betrieben, sind beide Kleinstädte direkt an die sächsischen Großstädte Leipzig, Chemnitz und Dresden angebunden. Durch den elektrifizierten Ausbau wird die ca. 12 km lange Strecke zwischen beiden Pleiße-Städten in wenigen Minuten zurückgelegt. Der jeweilige S-Bahn Haltepunkt verkörpert auch noch heute noch das Tor zur Stadt.

Ehemalige Grundschule und jetzt Kindergarten Haus der kleinen Füße
Blick ins Pleißetal nach Langenhessen
Kammgarnspinnerei und später VEB Volltuchwerk in Neukirchen
Fabrikfestung der Gebr. Fürst im Jugendstil

#2: Motorisiert über die Westtangente

Die 2015 eröffnete, in mehreren Etappen gebaute Autobahn-Zubringerstraße S289, stellt die zweitschnellste Verbindung dar, um beide Orte zu erreichen. Da die 2-3 spurige Asphaltpiste weitestgehend an den Gleisen entlang führt, kommt es schon mal vor, dass man sich kurzzeitig auf einer Höhe mit der Bahn befindet, ehe man an einer roten Ampel zum Anhalten gezwungen wird. Um die kleinen Orte vom heute vorherrschenden starken Individual- und Speditionsverkehr zu entlasten, entschied man sich zum Bau einer Alternative zur bisherigen Hauptstraße. Obendrein verkürzte sich so die Fahrzeit um 1-2 Minuten, wovon Reisende besonders profitieren.

#3: Mit dem Fahrrad auf dem Pleiße-Radweg

Die wohl schönste Art zwischen Crimmitschau und Werdau zu radeln, stellt der Radweg an der Pleiße dar. Dieser nutzt eine ruhige Nebenstraße in der Gemeinde Neukirchen sowie die historische Dorfstraße im eingemeindeten Werdauer Ortsteil Langenhessen. Hier, wo die Mäharbeit auf den Wiesen oftmals noch von Schafen erledigt wird, reihen sich die gepflegten Häuser der Bewohner nahtlos aneinander an und repräsentieren den Charme eines idyllischen Dorflebens. Nebenbei entdeckt man im saftigen Grün die Schweinsburg, eine Anlage aus der Siedlungszeit der Region und stellt fest, dass man mit dem Rad doch die bessere Wahl getroffen hat.

Wasserburg mit Hotel, Sporthalle und Tagung in Neukirchen
Schlosspark der Schweinsburg
Naherholungszentrum Koberbach
Koberbachtalsperre auf Höhe des Vorstaus

#4: Mit dem Rennrad über die Hauptstraße

Exakt zwischen Ortsumgehung und Dorfstraße führt ein weiterer Weg über die „alte“ Hauptstraße. Weitgehend vom Pendlerverkehr befreit, eignet sich die gut einsehbare, nahezu geradlinig führende Straße optimal für Rennrad-Begeisterte. Der glatte Untergrund und das ebene Gelände bringen die Bikes auf Touren und den Fahrer dabei zügig ans Ziel. Auf Kulturelle Highlights muss man auch hier nicht verzichten, so gibt es zahlreiche Hinweisschilder, welche die Aufmerksamkeit gezielt lenken. Wie z.B. auf das Naherholungsgebiet an der Koberbachtalsperre, das sich ca. auf der halben Strecke befindet.

#5: Mit dem MTB hoch überm Tal

Die wahrlich abwechslungsreichste Strecke wird absolviert, wenn man sich mit dem Mountainbike über den Versorgungsweg parallel zur S289 bewegt. Dieser wurde mit Errichten der Aspahltpiste angelegt, um die Landwirtschaft zu integrieren. Wer glaubt über die anderen Wege schon alles entdeckt zu haben, der wird auf diesem Trail regelrecht überrascht. Denn anders als auf der Talsohle wechseln sich hier Berg- und Talfahrten im gleichmäßigen Rhythmus ab und präsentieren so das Vorerzgebirge von seiner wahren, hügeligen Seite. Obendrein wechselt der Untergrund zwischen fest und lose und beschert das Gefühl hier mit dem MTB richtig aufgehoben zu sein.

Hoch überm Pleißetal schlängelt sich die Versorgungsstraße
Wechselhafter Trail an der Westtrasse

Die Tour verknüpft dabei zwei Großgebäude, welche ungleicher nicht sein könnten. Während man in Crimmitschau bzw. Neukirchen am sanierten Fabrikkomplex der Gebr. Fürst auf Höhe Pleiße-Null startet, beendet man die Fahrt oberhalb des Tales am Fuße der Werdauer Klinik. Generell führt der Ritt auf den Schotterwellen teilweise weit oberhalb entlang, sodass ein großzügiger Blick garantiert ist. Wie unten ersichtlich, verbindet der Pfad weitere Destinationen. Ein Abstecher zur bereits genannten Koberbachtalsperre ist ebenso möglich, wie ein Ausflug in die Gemeinde Langenbernsdorf und in den Werdauer Wald. Damit steht der Region ein MTB-Filet zur Verfügung, welches sich in jeder Hinsicht lohnt!

Ride on!

© hometowntrails®

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